Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit, ist die Vermittlung des Schatten-Prinzips.
Denn die Arbeit am eigenen Schatten, ist der eigentliche Schlüssel zum erfüllten Leben.


Neben der bewussten, lichten Seite gehört zu unserer Persönlichkeit auch jene unbewusste, „dunkle“ Seite des Schattens, wie die Jungsche Psychologie die verleugnete und verdrängte Seite unserer Seele nennt. Es ist jene andere Seite, die wir an uns nicht wahrhaben wollen und daher nach außen in die Welt projizieren.


Die Ereignisse meiner Kindheit haben einen riesigen unbewussten Schattenbereich entstehen lassen. Die in meiner Vergangenheit entstandenen Reaktions- und Verhaltensmuster wirken noch heute in meine Gegenwart hinein und verschieben weiter lebendige Aspekte meines Wesens immer wieder in den Schattenbereich.

 

Und so ist meine Welt voller Wünsche, Sehnsüchte und Träume. Ebenso aber auch voller Hindernisse, Probleme, Konflikte und Kummer. Vielleicht auch voller Dramen und Katastrophen. Und ab und zu, oder immer wieder, frage ich mich: Warum ich? Was hat das alles mit mir zu tun? Oder: warum ich nicht? Warum passiert gerade mir das? Und in meinen Träumen sitze ich weiterhin am Meer…

Will ich wissen?

Will ich wirklich verstehen?


Dann mach die Augen auf!

Tat wam asi!

Deine Welt ist der Spiegel deines Schattens!

 

Wenn ich wirklich verstehen will, dann sollte ich aufhören zu jammern und zu lamentieren...

Ich sollte die vergeblichen Versuche aufgeben, die lästigen Umstände zu ändern...

Auch ausgeklügelte Abgrenzungstechniken helfen nicht weiter. Auch die kann ich lassen...

Wenn ich wirklich verstehen will, etwas lernen möchte, dann sollte ich damit beginnen die richtigen Fragen zu stellen.

 

Und ich sollte erst einmal Vorstellungen, liebgewordene Ideen, unreflektiert übernommene Meinungen und Konzepte von mir und der Welt hinterfragen und aufgeben. Sonst  bleibe ich im Kokon, bleibe weiter im Problem. Mein Schatten hält mich fest im Griff und

… ich hänge in der Luft.

 

 

Denn alles, was ich nicht sehen will, liegt dann als Problem bald wieder vor meinen Füßen!

Erst wenn wir den Teufelskreis unserer Projektionen aus Frust, Unzufriedenheit und Anziehung durchschauen, können wir unser großes Potential entfalten und zu wirklicher Lebensfreude finden.



Wenn ich wirklich wissen will, sollte ich auch Mut und absolute Ehrlichkeit aufbringen. Denn ich sollte bereit sein, meine Vorstellungen (Vorstellungen sind Davorgestelltes!) von mir, mein Selbstbild, das ich solange aufgebaut habe, hinter mir zu lassen.
 
Der Weg der Schattenarbeit ist kein zuckersüßer Weg ins Licht. Schattenarbeit ist radikal. Bedeutet Umbruch und Aufbruch. Bedeutet Entzauberung des Egos. Bedeutet sich der Desillusionierung und der "zweiten Geburt" zu stellen.
Wenn ich auf die Suche nach meinem Schatten gehe, gehe ich auf die Suche nach mir selbst. Und wenn ich auf die Suche nach mir selbst gehe, muss ich bereit sein, meine ganz eigene Wahrheit zu entdecken.

Denn Schattenarbeit bedeutet letztlich - aus dem Status des abhängigen Kindes herauszuwachsen und ein unabhängiger Erwachsener zu werden, der stark und frei sein Leben lebt und aus vollem Herzen zu sich, zu seinem Wesen und seiner Bestimmung Ja sagt! – ohne wenn und aber! Und unabhängig vom Lob und Tadel der Anderen.
 
Du fragst jetzt vielleicht: „Und was gewinne ich denn durch diese Schattenarbeit? Was ist am Ende meine Belohnung?“

Nun, auf den Punkt gebracht wäre die lapidare Antwort:


Du hättest wahrscheinlich den "Gipfel des irdischen Glücks" erreicht:

 

Deine Ganzheit!

 

...und hättest Dich damit selbst gewonnen!!


Solltest Du weniger wollen – dann solltest Du gar nicht erst beginnen!

willst Du aber wissen und verstehen, dann geht es hier weiter:

 

Schattenarbeit - Teil 1